Zwischenmietvertrag

In der Regel wird ein Zwischenmietvertrag dann abgeschlossen, wenn ein einzelner Wohnraum oder die ganze Wohnung für einen gewissen Zeitraum vermietet wird. Allerdings handelt es sich nicht um einen Zeitmietvertrag, wenn von einem Zwischenmietvertrag die Rede ist. Es handelt sich vielmehr um einen Untermietvertrag, wo ein Hauptmieter ein Zimmer oder die ganze Wohnung für einen befristeten Zeitraum vermietet. Von dem Untermieter erhält er dafür eine Mietzahlung.

Wird die Zustimmung des Vermieters der Wohnung für die Zwischenvermietung benötigt?

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Der Mieter ist in der Pflicht seinen Vermieter in Kenntnis zu setzen.

Möchte der Mieter von einem Haus oder von einer Wohnung den ganzen Wohnraum oder zumindest einen Teil des Wohnraumes vorübergehend zwischenvermieten bzw. untervermieten, dann muss der Vermieter laut § 540 BGB zustimmen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der ganze Wohnraum betroffen ist oder ob es sich um ein einzelnes Zimmer wie beispielweise bei dem Zwischenmietvertrag WG handelt. Kommt der Zwischenmietvertrag zustande, ohne dass der Vermieter eingewilligt hat, dann es bei dem Mietverhältnis unter Umständen zu einer fristlosen Kündigung kommen. Besonders wenn der gesamte Wohnraum von der Untervermietung betroffen ist, dann kann der Vermieter natürlich die Zustimmung verweigern. Sollte allerdings der Bedarf oder der Wunsch bestehen, dass nur ein Zimmer untervermietet wird, dann kann die Zustimmung von dem Vermieter nach § 553 Abs. 1 verlangt werden. Die Zustimmung kann der Vermieter an dieser Stelle nur mit einer Begründung verweigern. Ein berechtigter Grund kann beispielsweise sein, dass die Wohnung mit einer weiteren Person überbelegt ist. Es kann auch ein wichtiger Grund sein, der bei dem Untermieter gegen die Person spricht. Ansonsten ist dies immer eine sehr beliebte Variante für den Zwischenmietvertrag als Student, denn Studenten bewohnen in der Regel nicht mehr wie ein Zimmer und können sich dieses ganz gut nebenbei finanzieren.

Worauf ist beim Vertrag und bei der Zwischenmiete zu achten?

Grundsätzlich sollte der Untermietvertrag oder Zwischenmietvertrag zwischen Untermieter und Hauptmieter schriftlich abgeschlossen werden und hierfür bietet sich ein Zwischenmietvertrag Vorlage / Muster an. Wie in einem normalen Mietvertrag werden in diesem Zwischenmietvertrag Daten festgehalten. Sehr wichtig sind Beginn und Ende von der Mietzeit, die Höhe von der monatlichen Zahlung und auch der Mietgegenstand muss festgehalten werden. Falls eine Mietkaution für den vermieteten Wohnraum gefordert wird, dann wird diese ebenfalls in dem Zwischenmietvertrag vermerkt. Wir die Kaution von dem Hauptmieter verlangt, dann hat dieser die nach § 551 BGB anzulegen.

Die Nebenkostenabrechnung

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Der Hauptmieter erhält in der Regel die Abrechnung für die Nebenkosten vom Vermieter.

Bei der Zwischenmiete werden häufig Pauschalen für die Nebenkosten vereinbart. Für den Untermieter muss eine entsprechende Nebenkostenabrechnung erstellt werden, wenn eine Abrechnung der Nebenkosten mit dem Untermieter beschlossen wird. In der Regel ist es allerdings der Fall, dass der Hauptmieter von dem Vermieter eine Abrechnung erhält und an den Untermieter dann einen entsprechenden Teil weitergibt. Die Hauptmieter müssen dabei beachten, dass der Zwischenmietvertrag auf das bestehende Mietverhältnis zwischen Hauptmieter und Vermieter keinen Einfluss hat. Für den Zustand der Mietwohnung ist der Hauptmieter weiterhin verantwortlich und vom Vermieter kann dieser im Zweifelsfall auch haftbar gemacht werden.

Den Zwischenmietvertrag richtig aufsetzen

Juristisch handelt es sich bei dem Zwischenmietvertrag um einen Untermietvertrag. Hauptsächlich hat sich der Begriff Zwischenmietvertrag bei den Studenten eingebürgert. Es handelt sich somit um Untermietverträge, die zwischen einem Dritten und dem Hauptmieter geschlossen werden. In der Regel sind diese Untermietverträge zeitlich befristet. Inzwischen kommt die überwiegende Anwendung bei den Studenten zum Tragen. Viele müssen für ein Auslandssemester beispielsweise an einen anderen Ort. Hier soll dann die Miete gespart werden, doch die Wohnung soll nicht gekündigt werden.

zwischenmietvertrag richtig aufsetzen

Untermieter – Den Zwischenmietvertrag richtig aufsetzen

Bei einem Zwischenmietvertrag sollten dann noch gewisse Details aufgeführt werden, wozu die Dauer der Untervermietung zählt. Der Vermieter kann damit sicherstellen, dass er über das Zimmer oder über die Wohnung zu einem gewissen Zeitpunkt wieder verfügen kann. Es ist in dem Vertrag auch genau zu definieren, welche Zimmer untervermietet werden. Natürlich gehört es auch dazu, dass Gemeinschaftsräume zur Nutzung ebenfalls untervermietet werden. Es sollte in dem Vertrag auch die Klausel vorkommen, ob das Zimmer oder die Wohnung unmöbliert oder möbliert vermietet wurde. Eine Inventarliste kann zum Zwischenmietvertrag als Anhang hilfreich sein. Hier können sämtliche Gebrauchsgegenstände notiert werden, welche dem Untermieter zur Verfügung stehen. Eventuell ist es auch notwendig, dass bestehende Beschädigungen an der Mietsache oder an dem Mobiliar dokumentiert werden. Der Untermieter sollte eine bestehende Haftpflichtversicherung nachweisen können. Der Hauptmieter ist im Zweifelsfall dem Vermieter gegenüber in der Haftung. In der Zwischenzeit stehen für den Zwischenmietvertrag bereits standardisierte Vordrucke bereit. Diese geben dem Hauptmieter Rechtssicherheit und alle wichtigen Klauseln sind bereits enthalten.

Weshalb die Zwischenmiete?

Viele halten sich vorübergehend in einer Stadt auf und möchten dort nicht sofort eine Wohnung anmieten. Die Kosten sind nicht unerheblich und es werden unterschiedliche Formalitäten benötigt. Viele haben auch einfach nicht die Grundvoraussetzung, damit sie als Mieter akzeptiert werden. An dieser Stelle ist die Zwischenmiete sehr vorteilhaft. Bei dem Zwischenmietverhältnis sind die Kosten dann relativ überschaubar. Der Untermieter muss nur beachten, dass er die Miete pünktlich bezahlt.

Hilfe beim Ausfüllen des Mietvertrags

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